Filmvorführung „IUVENTA“ im Thalia Filmtheater

Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative JUGEND RETTET. Über eine Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen ihn auf den Namen „Iuventa“. Im darauffolgenden Jahr startet ihr Schiff zu seiner ersten Mission und schließt sich den Schiffen verschiedener NGOs, der italienischen Küstenwache sowie der Marine an.

Nach über einem Jahr Einsatz und ca. 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wurde im August 2017 das Schiff plötzlich beschlagnahmt und von den italienischen Behörden in Lampedusa festgesetzt. Seitdem kursiert u.a. der Vorwurf der Kooperation mit Schlepperbanden. Eine Anklage ist jedoch bis heute nicht erfolgt. Die bewegende Geschichte wurde von Regisseur Michele Cinque festgehalten. Über ein Jahr lang verfolgt der Film das Leben der jungen Protagonisten, fängt die gesamte Spanne der Mission ein, beginnend mit dem Moment, in dem sie in See stechen und ihr un- glaubliches Vorhaben wahr wird, bis zu dem

Punkt, an dem dieser mit der politischen Realität kollidiert.

Vorgeführt wurde der Film am 23. Juli 2018 im Thalia-Kino
im Rahmen der Demonstration SEEBRÜCKE Augsburg am Samstag, 21. Juli 2018 am Königsplatz.

Zum anschließenden Publikumsgespräch waren Aktivisten von der Organisation „JUGEND RETTET“ eingeladen:
Benedikt Funke war bei mehreren Missionen als Kapitän auf der Iuventa und arbeitet nach der Beschlagnahme der Iuventa auf dem Rettungsschiff Aquarius, der französischen Hilfsorganisation SOS Mediterranée. Hanna Radeck war Crewmitglied der Iuventa 2016 und seitdem für JUGEND RETTET aktivistisch tätig. Florian Stadler war auf mehreren Missionen auf der Iuventa als Schnellbooteinsatzleiter und Head of Mission dabei.
Alle drei sind Experten für die zivile Seenotrettung und konnten aus der Praxis berichten. Moderiert wurde die Diskussion durch Prof. Dr.-Ing. Friedrich Beckmann.